Gärtnern mit Kindern: GRATIS Tomatenpflanzen-Lernposter mit Bildern zum Ausmalen

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Gärtnern mit Kindern: Wie aus einem Samenkorn eine kleine Tomatenpflanze wird

Es gibt kaum etwas Faszinierenderes für Kinder, als selbst zu erleben, wie aus einem winzigen Samen eine richtige Pflanze entsteht. Genau deshalb liebe ich das Gärtnern mit Kindern so sehr. Es ist nicht nur ein schönes gemeinsames Projekt, sondern auch ein kleines Wunder, das man Tag für Tag beobachten kann. Besonders eine Tomatenpflanze auf Balkon oder Terrasse eignet sich wunderbar als erstes Garten-Experiment.

Was Kinder beim Gärtnern wirklich fürs Leben lernen

Beim Gärtnern geht es um so viel mehr als nur um eine Pflanze. Kinder lernen, dass nicht alles sofort passiert. Ein Samen wächst nicht über Nacht – und genau das ist eine unglaublich wertvolle Erfahrung in einer Welt, in der sonst alles schnell gehen muss. Sie üben Geduld. Sie lernen, dass Entwicklung Zeit braucht.

Gleichzeitig erfahren sie Selbstwirksamkeit: „Ich habe das gepflanzt. Ich habe gegossen. Und jetzt wächst hier etwas.“ Dieses Gefühl, selbst etwas zum Wachsen gebracht zu haben, stärkt ihr Selbstvertrauen enorm.

Kinder entwickeln außerdem ein ganz anderes Verständnis für Lebensmittel. Wenn sie eine Tomate selbst gezogen haben, sehen sie sie nicht mehr nur als „Gemüse auf dem Teller“, sondern als Ergebnis von Pflege, Sonne, Wasser und Zeit. Das schafft Wertschätzung – und oft probieren Kinder selbst gezogene Tomaten viel lieber als gekaufte.

Und dann ist da noch die Verbindung zur Natur. Erde fühlen, Blätter riechen, Veränderungen beobachten – all das spricht die Sinne an und wirkt fast wie eine kleine Entschleunigung im oft turbulenten Familienalltag. Gärtnern wird so zu einem gemeinsamen Ritual, das nicht nur Pflanzen wachsen lässt, sondern auch Vertrauen, Stolz und Familienmomente.

Kinder lernen beim Gärtnern außerdem ganz konkret, Verantwortung zu übernehmen. Eine Pflanze ist darauf angewiesen, dass sie regelmäßig gegossen und gepflegt wird. Wird das vergessen, lässt sie die Blätter hängen – und genau diese sichtbare Rückmeldung macht Verantwortung für Kinder greifbar. Sie erleben: Mein Handeln hat Auswirkungen.Wenn sie sich kümmern, wächst und gedeiht die Pflanze. Diese Erfahrung stärkt nicht nur ihr Pflichtgefühl, sondern auch ihr Durchhaltevermögen. Verantwortung wird hier nicht abstrakt erklärt, sondern ganz praktisch gelebt – Tag für Tag, mit jeder kleinen Gießkanne voller Wasser.

Eigene Kinder-Gartenausstattung

Eine eigene kleine Gartenausstattung macht das Gärtnern für Kinder noch einmal zu etwas ganz Besonderem. Wenn sie ihre eigenen Handschuhe, eine kleine Schaufel oder eine eigene Gießkanne haben, fühlen sie sich ernst genommen und wie „richtige“ kleine Gärtner. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein und ihre Motivation, sich regelmäßig um ihre Pflanze zu kümmern. Kinder identifizieren sich viel stärker mit einem Projekt, wenn sie spüren: Das ist meins.

Außerdem lernen sie spielerisch den verantwortungsvollen Umgang mit Werkzeugen und Materialien. Sie üben Feinmotorik, Koordination und einen achtsamen Umgang mit ihrer Umgebung. Eine eigene Ausstattung schafft Struktur – denn plötzlich gibt es feste Rituale wie das gemeinsame Gießen am Nachmittag.

Und ganz ehrlich: Der Stolz in den Augen meiner Kinder, die mit ihren eigenen kleinen Gießkannen ihre Tomaten versorgen, ist einfach unbezahlbar.

Tomaten mit Kindern ziehen – Schritt für Schritt Anleitung

Damit euer kleines Gartenprojekt wirklich gelingt, ist es hilfreich, die einzelnen Phasen klar zu kennen. Tomaten sind grundsätzlich unkompliziert – wenn man ein paar Dinge beachtet.

1. Anzucht im kleinen Topf (März–April)

Für die Anzucht reicht ein kleiner Blumentopf (ca. 8–10 cm Durchmesser) mit Abzugsloch. Alternativ funktioniert auch ein sauberer Joghurtbecher, in den du unten kleine Löcher stichst.

So geht’s:

  1. Topf mit Anzuchterde füllen (sie ist nährstoffärmer und perfekt für Keimlinge).
  2. Erde leicht andrücken.
  3. 1–2 Tomatensamen etwa 0,5–1 cm tief einsetzen.
  4. Mit etwas Erde bedecken.
  5. Vorsichtig angießen (nicht überschwemmen).

Stelle den Topf an einen warmen Ort. Sobald die ersten Keimblätter sichtbar sind, braucht die Pflanze unbedingt ein sehr helles Fensterplätzchen, sonst wird sie lang und instabil. Die Erde sollte gleichmäßig feucht, aber niemals nass sein.

2. Umtopfen bei den ersten „richtigen“ Blättern

Nach den Keimblättern entwickeln sich die ersten gezackten, typischen Tomatenblätter – das sind die sogenannten „richtigen“ Blätter. Jetzt braucht die Pflanze mehr Platz und vor allem mehr Nährstoffe.

Du hast zwei Möglichkeiten:

  • Entweder in einen größeren Topf (ca. 12–14 cm) mit nährstoffreicher Gemüseerde umtopfen.
  • Oder – wenn der Topf noch groß genug ist – die Anzuchterde vorsichtig gegen Gemüseerde austauschen.

Beim Umtopfen darf die Pflanze ruhig etwas tiefer eingesetzt werden, denn Tomaten bilden am Stängel zusätzliche Wurzeln. Das sorgt später für eine kräftigere Pflanze.

3. Ab Mitte Mai nach draußen pflanzen

Tomaten sind frostempfindlich. Deshalb dürfen sie erst nach den Eisheiligen (ab Mitte Mai) dauerhaft nach draußen auf Balkon oder Terrasse.

Jetzt braucht die Pflanze ein richtiges Zuhause:

  • Ein ausreichend großer Kübel mit mindestens 20 Litern Volumen (je nach Sorte auch mehr)
  • Hochwertige, nährstoffreiche Gemüseerde
  • Ein sonniger, geschützter Standort

Je größer der Topf, desto besser kann sich die Pflanze entwickeln – und desto reicher fällt später die Ernte aus.

 

4. Pflege: Gießen, Sonne und Geduld

Tomaten brauchen:

  • Viel Sonne
  • Regelmäßiges Gießen (Erde darf nie komplett austrocknen)
  • Gleichmäßige Feuchtigkeit – aber keine Staunässe

Am besten gießt du morgens direkt an die Erde und nicht über die Blätter. Mit der Zeit entstehen gelbe Blüten – und daraus entwickeln sich kleine grüne Tomaten, die langsam rot werden.

Gerade für Kinder ist dieser Prozess unglaublich spannend: Jeden Tag verändert sich etwas. Und irgendwann dürfen sie ihre erste eigene Tomate ernten.

Unser Lernposter: Vom Samenkorn zur Tomate

Zu diesem Thema habe ich ein liebevoll gestaltetes Arbeitsblatt erstellt, das Kinder gemeinsam mit Eltern, Erziehern oder Lehrern für ihr Pflanzenprojekt nutzen können. Die einzelnen Entwicklungsstufen der Tomatenpflanze sind kindgerecht dargestellt und können ausgemalt werden.

Du kannst die Seiten auch in eine Klarsichtfolie legen und immer wieder verwenden, um über die einzelnen Wachstumsphasen zu sprechen. So wird das Gärtnern nicht nur praktisch, sondern auch pädagogisch wertvoll begleitet.

Grafik zu Arbeitsblatt

Pflanzanleitung für Kinder – Hier ausdrucken:

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